Nachhaltigkeit – 5 Tipps für den Alltag

Der Hauptgrund warum ich mich in den letzten Jahren überhaupt vermehrt mit dem Thema Nachhaltigkeit beschäftige ist ein ganz einfach und persönlicher. Die Weltmeere sind voller Plastik und ich liebe es im Meer und am Strand zu sein. Deshalb erschrecken mich zwei Dinge immer wieder auf’s neue:

Viele Strände der Welt sind zugemüllt, mit dem angeschwemmten Plastik und natürlich mit dem Müll, welchen wir Menschen bei unseren Besuchen zurück lassen (ja auch Zigarettenstummel gehören dazu).

Viele Tiere im Meer verwechseln die Plastikteile mit Futter, fressen sie, können sie nicht verdauen und verenden elend. Somit sind einige Populationen auf unserer Erde bedroht. Außerdem nehmen die Fische auch Mikroplastikteilchen auf, welche durch viele Beautyprodukte ins Wasser gelangen und kaum bis gar nicht rausgefiltert werden können. Sobald wir dann als Endverbraucher den Fisch essen nehmen wir dieses Mikroplastik also auch in uns auf. Fatal für alle, wie auch mich, die gerne Fisch essen.

Eine Organisation, welche dagegen was tut heißt „4ocean“ und ich habe sie auf Instagram entdeckt. Sie verkaufen zum Beispiel Armbänder, welche aus komplett recycelten Materialien hergestellt werden und organiseren mit dem Gewinn somit, dass der Ozean gereinigt wird. (Falls ihr mehr dazu wissen wollt klickt einfach HIER.)

Müll im Alltag

Eine weitere Sache, welche mir auffiel ist, dass wir im Alltag allein viel zu viel Plastik verbrauchen. Oftmals war ich echt erschrocken, wie voll unser Mülleimer nach dem Einräumen und Auspacken des Einkaufs war. Das ist erstens total unnötig, denn somit sind die Sachen ja nur für den Transport verpackt und zum anderen bin ich auch kein großer Fan davon Müll rauszubringen. Beides recht ausschlaggebende Punkte um daran etwas zu ändern.

Aber bevor ich Euch meine 5 ersten und wichtigen Tipps für mehr Nachhaltigkeit näher bringe noch kurz etwas zuvor: Macht Euch beim nachhaltiger werden keinen Stress, die wenigsten schaffen so einen Wandel von 0 auf 100, denn wir Menschen sind bekanntlich Gewohnheitstiere. Also macht kleine Schritte, nach und nach und fügt immer etwas hinzu, denn auch wenn jeder nur ein bischen mehr für seine eigene Nachhaltigkeit tut schaffen wir im großen und ganzen dann doch eine ziemlich beachtliche Menge und das macht wiederrum stolz und Stolz ist ein tolles Gefühl. Also LET’S GO!

5 Tipps für mehr nachhaltigkeit

Tipp 1 – Stoffbeutel

Der wohl einfachste Tipp für alle Einsteiger, zum Thema Nachhaltigkeit, lautet: verzichtet auf Plastikbeutel beim Einkaufen. Ganz besonders auf diese kleinen durchsichtigen aus der Obst- und Gemüseabteilung, diese weisen nämlich durchschnittlich gesehen die kürzeste Verbrauchszeit auf. Nehmt einfach immer einen Stoffbeutel mit, klein gefaltet passt der in jede noch so kleine Handtasche. Und sind wir doch mal ehrlich: oftmals gehen wir spontan und einfach noch schnell nach der Arbeit einkaufen und sind somit immer vorbereitet. Ein weiteres Argument was dafür spricht: Plastikbeutel kosten etwas. Der Jutebeutel kostet Euch nicht jedes Mal etwas, denn ihr habt ihn ja schon dabei.

Mein Jutebeutel und ich unterwegs in Dresden

Tipp 2 – Mehrwegbecher to go

Für so viele Menschen gehört er morgens auf dem Weg zur Arbeit/Uni/Schule einfach dazu: der Kaffee oder Tee to go. Allerdings geht dabei jedes Mal ein to go Becher mit drauf, welchen wir ja nun wirklich nur einmal verwenden. Die nachhaltige Alternative dazu lautet: der Mehrwegbecher to go! Den kann man ganz einfach unterwegs mitnehmen, sich das Getränk hinein füllen lassen oder von Zuhause aus gleich befüllt mit auf den Weg nehmen. So schont ihr nicht nur die Umwelt sondern auch euren Geldbeutel, denn viele Bäckereien geben Rabatt, wenn man den eigenen Becher mitbringt. Falls ihr ihn Zuhause auffüllt ist die Ersparnis natürlich nochmal höher.

mein Tee/Kaffee to go Becher

Tipp 3 – Rasierhobel

Dieses Wort klingt erstmal, finde ich, sehr rabiat. Anfangs musste ich gleich an den Hornhauthobel denken. Aber diese zwei Dinge sind nicht zu vergleichen. Der Rasierhobel ist nämlich die nachhaltige Alternative zu allen anderen herkömmlichen Rasieren. Viele verwenden entweder Einwegrasierer oder solche wo die Klingen getauscht werden müssen. Mich hat der Preis dieser Klingen allerdings immer sehr gestört und irgendwann sah der Rasierer auch einfach nicht mehr schön aus.Somit hatte ich irgendwann immer einen neuen geholt. Der Rasierhobel hingegen ist aus Metall und ich muss zugeben ich finde er hat irgendwie ein edles Aussehen und das mag ich sehr. Bei ihm braucht man nur das obere gegrundete Teil abschrauben und dann eine Metallraiserklinge einsetzen und anschließend wieder zuschrauben. Das heißt, man wechselt nur die Miniklinge, es entsteht kein Plastikmüll und die Klingen gibt es in Mehrfachpackungen zu einem super günstigen Preis.

Tipp 4 – Unverpacktsupermarkt

Einige von Euch haben sicherlich schon davon gehört. In einigen Städten gibt es Supermärkte, zu welchen man seine eigenen Dosen und Gläser mitbringt und wo es keine Verpackungen gibt. Das nähere Konzept werde ich nochmal in einem extra Beitrag erklären. Jedenfalls mag ich diese Läden sehr, denn es macht einfach Spaß seine  Lebensmittel sich selbst abzufüllen, da fühle ich mich gleich wieder wie ein kleines Kind im Süßwarenladen. Allerdings hab ich mich in der Vergangenheit auch dabei erwischt, wie ich es als aufwendig empfand extra dahin zu fahren. Aber dazu hab ich jetzt eine Lösung für mich gefunden. Einmal im Monat fahre ich dahin und fülle mir Dinge wie Haferflocken, Nudeln, Reis, Waschpulver usw. ab. Das reicht dann für die ganzen 4 Wochen. Vielleicht ist das ja auch was für einen von Euch?

der Unverpacktladen in der Böhmischen Straße in Dresden

Tipp 5 – Wochenmärkte

Wochenmärkte bieten eine enorme Vielfalt an regionalen und saisonalen Artikeln. Gern schau ich dort vorbei und kaufe mein Obst und Gemüse. Auch Stände von Bäckern, Käsewirtschaften und Fleischerein sind dort vertreten. Hierbei kann man einfach sich wieder Jutebeutel, Gemüsenetze und auch Dosen mitnehmen. Denn die Verkäufer füllen auch meistens die Sachen gern darin hinein. So braucht man Zuhause nichts großartig auspacken, sondern hat gleich alles gut verpackt, um es aufzuräumen und in den Kühlschrank oder Vorratsraum zu stellen.

Zusammen schaffen wir mehr

Schlussendlich bin ich natürlich auch noch weit davon entfernt wirklich komplett nachhaltig zu leben. Aber ich denke, wenn wir alle kleine Dinge ändern und einfach mit denen anfangen die uns am bequemsten und einfachsten erscheinen, dann ist schon viel getan, denn:

Viele kleine Leute, in vielen kleinen Orten, die viele kleine Dinge tun, können das Gesicht der Welt verändern.

Eure

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